Zur Entstehung der Leukämie-Forschungshilfe

Es ist ein Frühlingsbild, ein friedliches Bild aus einer schönen Welt - und es ist zugleich das trügerische Bild dieser von Krankheit und Tod bedrohten Welt. Dieser fröhliche Junge trägt in diesem unbeschwerten Augenblick schon die Krankheit in sich, die einige Wochen später sichtbar werden wird.         Die ärztliche Untersuchung von Blut und Knochenmark wird das niederschmetternde Urteil für die Eltern bringen: Unser Kind hat Leukämie. Die Eltern werden es nicht glauben wollen. Sie werden es glauben müssen.

Der kleine Junge dieses Bildes aus 1972, Martin, steht für viele Kinder, denen trotz der damals möglichen medizinischen Hilfen das Leben nicht erhalten werden konnte.

Seine Erkrankung und sein Tod gaben den Anstoß für eine Initiative, die anderen Familien mit ihren Kindern viel Leid ersparen sollte:

Die “Deutsche Leukämie-Forschungshilfe - Aktion für krebskranke Kinder”

Betroffene Eltern und ihre Freunde, Ärzte und Schwestern taten sich zusammen, ein kleiner Kreis zunächst in Mönchengladbach und inzwischen eine wachsende Organisation mit zahlreichen Ortsverbänden in den Bundesländern. Im Entschluß zur Leukämie-Forschungshilfe haben die natürlichen menschlichen Gefühle, eine Bedrohung nicht einfach hinzunehmen, sondern sich dagegen aufzulehnen, Gestalt und feste Form bekommen. Hilfen sind entstanden für die Kinder, für ihre Eltern, für die Ärzte in ihrer Arbeit und für die forschende Wissenschaft.    

Der organisatorische Weg der Initiative

1973 gründeten John und Erika MacDonald und Professor Michael Hertl in Mönchengladbach, nach dem Muster britischer Bürgerinitiativen, die deutsche Leukämieforschungshilfe als gemeinnützigen Verein zur Unterstützung der Forschung gegen die Leukämie. Da die bösartigen Organtumoren im pathologischen Zellmechanismus und im Krankheitsverlauf große Ähnlichkeit mit der Leukämie aufweisen, die menschlichen Probleme für die erkrankten Kinder und ihre ´Familien identisch sind, erweiterte sich die Förderungsbereitschaft 1982 ins gesamte Spektrum der bösartigen Erkrankungen, was dann auch in der Namenserweiterung zum Ausdruck kam:

Deutsche Leukämieforschungshilfe - Aktion für krebskranke Kinder  Ortsverband Mönchengladbach  e.V.

Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte die Idee weitere “Bundesgenossen” gefunden. So gründeten Freunde in Bottrop 1978 einen weiteren Ortsverband.

Es folgten  Gründungen in Mannheim (1979), Gießen (1982) und Heidelberg (1982). Diese erfreuliche Entwicklung verlangte die Organisation eines Dachverbandes mit gleichem Namen bei gleichen Zielen (gegründet 1980, in  Mönchengladbach, jetzt Sitz in Bonn). Inzwischen schlossen sich im gesamten Bundesgebiet immer mehr Vereine dem Dachverband an.                             Es sind heute mehr als 70 Ortsvereine und -verbände.

Der Vorstand des Ortsverbandes Mönchengladbach :

John MacDonald, Gotzweg 133  41238 Mönchengladbach

Dr. Wolfgang Müller,             

Karl Bernhard Meyer

Erika MacDonald